Unser Sonnensystem besteht aus der Sonne, acht Planeten, zahlreichen Monden, Zwergplaneten, Asteroiden, Kometen und vielen kleineren Himmelskörpern. Im Zentrum steht die Sonne. Sie hält durch ihre Schwerkraft die Planeten und viele weitere Objekte auf ihren Bahnen.
Für uns ist das Sonnensystem besonders spannend, weil es unsere direkte kosmische Nachbarschaft ist. Mond, Venus, Mars, Jupiter und Saturn lassen sich bereits mit bloßem Auge beobachten. Mit einem Teleskop werden viele Objekte deutlich interessanter: Mondkrater, Jupitermonde, Saturnringe oder Sonnenflecken zeigen, dass Astronomie nicht nur Theorie ist, sondern direkt am Himmel erlebt werden kann.
Die Reihenfolge der Planeten im Sonnensystem
Von der Sonne aus gesehen lautet die Reihenfolge der acht Planeten:
Merkur – Venus – Erde – Mars – Jupiter – Saturn – Uranus – Neptun
Ein bekannter Merksatz dafür lautet:
„Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.“
Mehr dazu findest du hier: Merksatz für die Reihenfolge der Planeten.
Die Sonne: Zentrum des Sonnensystems
Die Sonne ist der einzige Stern unseres Sonnensystems. Sie besteht überwiegend aus Wasserstoff und Helium. In ihrem Inneren verschmelzen Wasserstoffkerne zu Helium. Dabei entsteht die Energie, die als Licht und Wärme ins All abgestrahlt wird.
Ohne die Sonne gäbe es auf der Erde kein Leben. Sie bestimmt Tag und Nacht, Jahreszeiten, Klima und den Energiehaushalt unseres Planeten. Die Sonne enthält fast die gesamte Masse des Sonnensystems und dominiert dadurch die Bewegungen der Planeten, Asteroiden und Kometen.
Obwohl die Sonne für uns riesig wirkt, ist sie im Vergleich zu manchen anderen Sternen nur ein mittelgroßer Stern. Für unser Sonnensystem ist sie dennoch das mit Abstand wichtigste Objekt.
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Die inneren Planeten
Die inneren Planeten liegen relativ nah an der Sonne. Sie werden auch Gesteinsplaneten genannt, weil sie feste Oberflächen besitzen. Zu ihnen gehören Merkur, Venus, Erde und Mars.
Merkur
Merkur ist der sonnennächste und kleinste Planet des Sonnensystems. Er benötigt nur rund 88 Erdentage für einen Umlauf um die Sonne.
Von der Erde aus ist Merkur schwer zu beobachten, weil er am Himmel immer in der Nähe der Sonne steht. Man sieht ihn nur zu bestimmten Zeiten kurz nach Sonnenuntergang oder kurz vor Sonnenaufgang tief über dem Horizont.
Venus
Venus ist der zweite Planet von der Sonne aus gesehen. Sie ist nach Sonne und Mond oft das hellste Objekt am Himmel und wird deshalb auch als Morgenstern oder Abendstern bezeichnet.
Venus ist etwa so groß wie die Erde, besitzt aber eine extrem dichte Atmosphäre. Dadurch entsteht ein starker Treibhauseffekt. Deshalb ist Venus sogar heißer als Merkur, obwohl Merkur näher an der Sonne steht.
Erde
Die Erde ist unser Heimatplanet und bisher der einzige bekannte Ort mit Leben. Sie besitzt flüssiges Wasser, eine schützende Atmosphäre und einen großen Mond.
Von der Erde aus beobachten wir das Sonnensystem. Sonne, Mond, Planeten, Sterne und viele weitere Himmelsobjekte werden erst durch unseren Standort am Nachthimmel sichtbar.
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Mars
Mars ist der äußere der inneren Planeten und wird wegen seiner rötlichen Farbe auch der Rote Planet genannt. Seine Farbe entsteht durch Eisenoxid auf der Oberfläche.
Mars besitzt Polkappen, Jahreszeiten, große Vulkane, Täler und Spuren früherer Wasseraktivität. Von der Erde aus ist Mars mit bloßem Auge als rötlicher Lichtpunkt sichtbar. Im Teleskop erscheint er bei günstiger Stellung als kleines rötliches Scheibchen.
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Der Asteroidengürtel
Zwischen Mars und Jupiter befindet sich der Asteroidengürtel. Dort kreisen zahlreiche kleinere Himmelskörper um die Sonne. Asteroiden sind Überreste aus der Frühzeit des Sonnensystems. Sie sind kleiner als Planeten und meist unregelmäßig geformt.
Zu den bekanntesten Objekten in diesem Bereich gehört Ceres. Ceres gilt heute als Zwergplanet. Auch Vesta ist ein bekannter Asteroid des Hauptgürtels.
Die äußeren Planeten
Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sind die äußeren Planeten. Sie sind deutlich größer als die inneren Planeten und bestehen überwiegend aus Gasen und Eis. Jupiter und Saturn werden häufig als Gasriesen bezeichnet, Uranus und Neptun als Eisriesen.
Jupiter
Jupiter ist der größte Planet des Sonnensystems. Er besitzt auffällige Wolkenbänder und den Großen Roten Fleck, einen riesigen Wirbelsturm.
Jupiter ist eines der besten Teleskopziele für Einsteiger. Schon mit kleineren Teleskopen lassen sich seine vier hellsten Monde erkennen: Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Bei guten Bedingungen werden auch Wolkenbänder sichtbar.
Passender Artikel: Wie groß ist die Entfernung zwischen Erde und Jupiter?
Saturn
Saturn ist der zweitgrößte Planet des Sonnensystems und vor allem für sein Ringsystem bekannt. Die Ringe bestehen aus unzähligen Eis- und Gesteinspartikeln.
Im Teleskop gehört Saturn zu den eindrucksvollsten Himmelsobjekten überhaupt. Wer zum ersten Mal seine Ringe sieht, versteht schnell, warum Saturn für viele Einsteiger ein echtes Highlight ist.
Uranus
Uranus ist ein Eisriese und besitzt eine stark geneigte Rotationsachse. Er scheint gewissermaßen auf der Seite um die Sonne zu rollen.
Mit bloßem Auge ist Uranus nur unter sehr guten Bedingungen erkennbar. Mit Fernglas oder Teleskop lässt er sich besser auffinden, erscheint aber meist nur als kleines bläulich-grünes Scheibchen.
Neptun
Neptun ist der äußerste Planet des Sonnensystems. Er ist so weit entfernt, dass er nicht mit bloßem Auge sichtbar ist.
Im Teleskop erscheint Neptun als sehr kleines bläuliches Scheibchen. Für Einsteiger sind Mond, Jupiter und Saturn deutlich leichter und eindrucksvoller zu beobachten.
Zwergplaneten und Pluto
Pluto galt lange als neunter Planet. Seit 2006 wird er jedoch als Zwergplanet eingeordnet. Grund dafür ist die heutige Planetendefinition der Internationalen Astronomischen Union. Pluto umkreist zwar die Sonne, hat seine Umlaufbahn aber nicht von anderen größeren Objekten freigeräumt.
Zu den Zwergplaneten gehören neben Pluto unter anderem Ceres, Eris, Haumea und Makemake. Viele dieser Objekte befinden sich weit draußen im Bereich jenseits der Neptunbahn.
Kuipergürtel und Oortsche Wolke
Hinter der Neptunbahn beginnt der äußere Bereich des Sonnensystems. Dort befindet sich der Kuipergürtel. Er enthält zahlreiche eisige Körper, Zwergplaneten und Kometenkerne. Pluto gehört ebenfalls zu dieser Region.
Noch weiter außen vermutet man die Oortsche Wolke. Sie wäre eine riesige, kugelförmige Ansammlung eisiger Körper rund um das Sonnensystem. Von dort könnten langperiodische Kometen stammen. Direkt nachgewiesen ist die Oortsche Wolke bislang nicht, ihre Existenz wird aber durch die Bahnen vieler Kometen plausibel erklärt.
Wie ist das Sonnensystem entstanden?
Das Sonnensystem ist etwa 4,6 Milliarden Jahre alt. Es entstand aus einer großen Gas- und Staubwolke. Diese Wolke zog sich durch ihre eigene Schwerkraft zusammen und bildete eine rotierende Scheibe.
Im Zentrum entstand die junge Sonne. In der Scheibe um sie herum verklumpten Staub und Gestein nach und nach zu immer größeren Körpern. Daraus entstanden Planeten, Monde, Asteroiden und Kometen.
Nicht alle Reste aus dieser Frühzeit wurden zu Planeten. Viele kleine Körper blieben übrig und befinden sich bis heute im Asteroidengürtel, im Kuipergürtel oder vermutlich in der Oortschen Wolke.
Unser Sonnensystem in der Milchstraße
Unser Sonnensystem ist Teil der Milchstraße. Die Milchstraße ist eine Galaxie mit sehr vielen Sternen, Gas- und Staubwolken sowie zahlreichen Planetensystemen.
Die Sonne befindet sich nicht im Zentrum der Milchstraße, sondern weit außerhalb davon. Gemeinsam mit ihren Planeten umkreist sie das galaktische Zentrum. Für einen Umlauf um das Zentrum der Milchstraße benötigt die Sonne viele Millionen Jahre.
Welche Objekte kann man selbst beobachten?
Viele Objekte des Sonnensystems lassen sich von der Erde aus beobachten. Einige sieht man bereits mit bloßem Auge, andere werden erst mit Fernglas oder Teleskop interessant.
- Mond: Krater, Gebirge und die Tag-Nacht-Grenze sind schon mit kleinen Teleskopen beeindruckend.
- Venus: sehr heller Planet, zeigt im Teleskop Phasen.
- Mars: bei günstiger Stellung als kleines rötliches Scheibchen sichtbar.
- Jupiter: zeigt im Teleskop seine hellen Monde und manchmal Wolkenbänder.
- Saturn: mit seinem Ringsystem eines der schönsten Teleskopziele.
- Sonne: nur mit sicherem Sonnenfilter oder geeignetem Sonnenteleskop beobachten.
Welches Teleskop eignet sich für das Sonnensystem?
Für Mond und Planeten eignen sich viele Einsteiger-Teleskope. Wichtig sind eine stabile Montierung, gute Schärfe und sinnvolle Vergrößerungen. Linsenteleskope sind unkompliziert und besonders beliebt für Mond und Planeten. Dobson- und Spiegelteleskope bieten oft viel Öffnung fürs Geld und eignen sich zusätzlich für Sternhaufen, Nebel und Galaxien.
Wer vor allem Sonne, Mond und Planeten beobachten möchte, findet hier passende Einstiege:
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- Linsenteleskope für Mond und Planeten
- Dobson-Teleskope im Überblick
- Spiegelteleskope für Mond, Planeten und Deep-Sky
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Sonnenbeobachtung: Vorsicht ist Pflicht
Die Sonne ist ein faszinierendes Beobachtungsobjekt, aber auch gefährlich. Niemals darf man ohne geeigneten Sonnenfilter direkt in die Sonne schauen. Das gilt besonders mit Fernglas, Kamera oder Teleskop.
Mit sicheren Filtern oder speziellen Sonnenteleskopen lassen sich Sonnenflecken und je nach Ausrüstung weitere Strukturen beobachten. Für Sonnenfinsternisse gelten dieselben Sicherheitsregeln.
Video: Das Sonnensystem einfach erklärt
Das folgende Video veranschaulicht unser Sonnensystem zusätzlich:
Kurz zusammengefasst
- Das Sonnensystem besteht aus der Sonne, acht Planeten, Monden, Zwergplaneten, Asteroiden, Kometen und weiteren Kleinkörpern.
- Die Reihenfolge der Planeten lautet: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun.
- Die inneren Planeten sind Gesteinsplaneten, die äußeren Planeten sind Gas- und Eisriesen.
- Pluto gilt heute als Zwergplanet.
- Viele Objekte des Sonnensystems lassen sich mit bloßem Auge, Fernglas oder Teleskop beobachten.
- Besonders Mond, Jupiter und Saturn sind dankbare Ziele für Einsteiger.
- Die Sonne darf nur mit geeignetem Schutz beobachtet werden.









