Der abnehmende Mond ist die Mondphase zwischen Vollmond und Neumond. In dieser Zeit wird der beleuchtete Teil des Mondes von Nacht zu Nacht kleiner. Wer wissen möchte, wann der Mond aktuell abnimmt, findet die Daten im aktuellen Mondkalender.
Am Himmel ist der abnehmende Mond besonders in der zweiten Nachthälfte und am Morgen gut zu beobachten. Direkt nach Vollmond ist er noch fast vollständig beleuchtet. Danach wird die helle Fläche immer schmaler, bis kurz vor Neumond nur noch eine feine Mondsichel zu sehen ist.
Wann nimmt der Mond ab?
Der Mond nimmt immer nach dem Vollmond ab. Die abnehmende Mondphase endet mit dem Neumond.
Ein kompletter Mondzyklus von Neumond zu Neumond dauert etwa 29,5 Tage. Davon entfällt ungefähr die Hälfte auf die zunehmende Mondphase und die andere Hälfte auf die abnehmende Mondphase.
Vereinfacht gilt:
- Nach Vollmond: Der Mond beginnt abzunehmen.
- Letztes Viertel: Der Mond erscheint etwa halb beleuchtet.
- Abnehmende Sichel: Kurz vor Neumond ist nur noch eine schmale Sichel sichtbar.
- Neumond: Der Mond ist von der Erde aus kaum oder gar nicht zu sehen.
Die genauen Termine ändern sich von Monat zu Monat. Für die aktuelle Übersicht ist der Mondkalender die beste Anlaufstelle.
Wie erkennt man den abnehmenden Mond?
Von Mitteleuropa aus erkennt man den abnehmenden Mond meist daran, dass die linke Seite beleuchtet ist. Die helle Fläche wird von Nacht zu Nacht kleiner.
Eine einfache Eselsbrücke lautet: Der zunehmende Mond sieht häufig aus wie der Anfang eines großen „D“, der abnehmende Mond eher wie ein „C“. Ganz exakt ist diese Merkhilfe nicht in jeder Situation, aber für die Orientierung am Himmel reicht sie oft aus.
Am einfachsten erkennt man die Phase, wenn man den Mond über mehrere Nächte beobachtet. Wird die helle Fläche kleiner, nimmt der Mond ab. Wird sie größer, nimmt er zu.
Welche Mondphasen gehören zum abnehmenden Mond?
Der abnehmende Mond ist keine einzelne Mondphase, sondern ein ganzer Abschnitt im Mondzyklus. Dazu gehören mehrere sichtbare Formen des Mondes.
Abnehmender Dreiviertelmond
Direkt nach Vollmond ist der Mond noch fast vollständig beleuchtet. Er wirkt rund, aber an einer Seite fehlt bereits ein kleiner Teil. Diese Phase nennt man abnehmenden Dreiviertelmond oder abnehmenden Mond nach Vollmond.
Letztes Viertel
Beim letzten Viertel erscheint der Mond etwa halb beleuchtet. Diese Phase tritt ungefähr eine Woche nach Vollmond ein. Der Mond ist dann besonders gut in der zweiten Nachthälfte und am Morgen sichtbar.
Abnehmende Mondsichel
Kurz vor Neumond bleibt nur noch eine schmale Sichel übrig. Sie ist meist vor Sonnenaufgang am östlichen Himmel zu sehen. Diese Phase ist oft besonders schön, aber wegen der Nähe zur Sonne nicht immer leicht zu beobachten.
Wann sieht man den abnehmenden Mond am besten?
Der abnehmende Mond ist vor allem spät in der Nacht, am frühen Morgen und teilweise noch am Vormittag sichtbar. Je näher der Mond dem Neumond kommt, desto näher steht er scheinbar bei der Sonne.
Nach Vollmond geht der Mond jeden Tag etwas später auf. Dadurch verschiebt sich seine Sichtbarkeit immer weiter in die zweite Nachthälfte. Beim letzten Viertel steht er ungefähr um Mitternacht auf und ist morgens gut zu sehen.
Die abnehmende Sichel sieht man meist kurz vor Sonnenaufgang. Dafür braucht man einen freien Blick Richtung Osten und möglichst klaren Himmel.
Warum nimmt der Mond überhaupt ab?
Der Mond leuchtet nicht selbst. Er reflektiert das Licht der Sonne. Während der Mond die Erde umkreist, sehen wir von der Erde aus unterschiedlich große Teile seiner beleuchteten Hälfte.
Nach Vollmond zeigt uns der Mond von Nacht zu Nacht weniger von seiner beleuchteten Seite. Deshalb wirkt es so, als würde er kleiner werden. Tatsächlich verändert sich natürlich nicht die Größe des Mondes, sondern nur der sichtbare beleuchtete Anteil.
Mehr über den Mond selbst findest du im allgemeinen Artikel zum Mond.
Abnehmender Mond und Beobachtung
Für die Himmelsbeobachtung ist der abnehmende Mond interessant, weil er je nach Phase sehr unterschiedliche Details zeigt. Besonders entlang der Licht-Schatten-Grenze, dem sogenannten Terminator, treten Krater und Gebirge deutlich hervor.
Bei Vollmond wirkt die Mondoberfläche oft flacher, weil das Sonnenlicht fast frontal auf sie fällt. Beim abnehmenden Halbmond oder bei der abnehmenden Sichel entstehen dagegen lange Schatten. Dadurch sind viele Strukturen besser zu erkennen.
Schon mit einem Fernglas lassen sich größere Mondkrater erkennen. Mit einem einfachen Teleskop wird die Mondbeobachtung deutlich spannender, vor allem rund um das letzte Viertel.
Abnehmender Mond im Kalender
Wer wissen möchte, wann der Mond in einem bestimmten Monat abnimmt, sollte auf die vier Hauptphasen achten: Neumond, erstes Viertel, Vollmond und letztes Viertel.
Die abnehmende Phase beginnt direkt nach Vollmond und endet mit dem nächsten Neumond. Im Mondkalender sind diese Termine übersichtlich zusammengefasst.
Dort findest du auch die wichtigsten Mondphasen für das aktuelle Jahr und kannst schnell erkennen, wann Vollmond, Neumond, zunehmender Mond oder abnehmender Mond ist.
Hat der abnehmende Mond besondere Wirkungen?
Viele Menschen verbinden den abnehmenden Mond mit bestimmten Traditionen, Gartenregeln oder Alltagsgewohnheiten. Solche Mondregeln spielen in Kalendern, Volksglauben und Naturbeobachtung schon lange eine Rolle.
Astronomisch sicher ist: Der abnehmende Mond beschreibt eine sichtbare Phase im Mondzyklus. Ob einzelne Alltagsempfehlungen tatsächlich durch die Mondphase beeinflusst werden, ist wissenschaftlich nicht in gleicher Weise belegt.
Für die Beobachtung des Himmels ist der abnehmende Mond aber in jedem Fall interessant, weil er je nach Uhrzeit und Phase sehr unterschiedliche Anblicke bietet.
Häufige Fragen zum abnehmenden Mond
Wann beginnt der abnehmende Mond?
Der abnehmende Mond beginnt direkt nach dem Vollmond. Ab dann wird der sichtbare beleuchtete Teil des Mondes von Nacht zu Nacht kleiner.
Wann endet der abnehmende Mond?
Die abnehmende Mondphase endet mit dem Neumond. Danach beginnt der Mond wieder zuzunehmen.
Wie lange dauert der abnehmende Mond?
Die abnehmende Phase dauert ungefähr zwei Wochen. Sie umfasst die Zeit vom Vollmond bis zum nächsten Neumond.
Wo steht der abnehmende Mond am Himmel?
Das hängt von Datum, Uhrzeit und Standort ab. Allgemein ist der abnehmende Mond eher in der zweiten Nachthälfte, am Morgen oder kurz vor Sonnenaufgang sichtbar.
Wo finde ich die aktuellen Termine?
Die aktuellen Mondphasen findest du im Mondkalender. Dort siehst du, wann der Mond zunimmt, wann Vollmond ist und wann der Mond wieder abnimmt.