Obwohl Interessierten unzählig viele Apps zur Beobachtung des nächtlichen Sternenhimmels zur Verfügung stehen, übt das klassische Teleskop ein große Anziehungskraft auf leidenschaftliche Freunde der Astronomie aus. Besonders für Spiegelteleskope ist das Kaufinteresse aufgrund ihrer einfachen Struktur und Montierung sowie der farbfehlerfreien Reproduktion von Bildern hoch.

Auswahl von Spiegelteleskopen für Einsteiger:

ProduktnameProduktinformationen

Omegon Dobson Teleskop N 102/640 DOB

Omegon Dobson Teleskop N 102/640 DOB

Details*

  • Spiegelteleskop
  • Öffnung: 102mm
  • Brennweite: 640mm
  • Montierung: Dobson
  • Stativ aus Holz
  • Maximal sinnvolle Vergrößerung: 204-fach
  • Geeignet für die Beobachtung von Mond, Planeten, Nebel und Galaxien. Beobachtung der Sonne nur mit geeignetem Sonnenfilter.
  • Zubehör: Okulare 1,25“: F 20mm, F 6mm; Sucherfernrohr; Barlowlinse

Omegon N 130/920 EQ-2

Omegon N 130/920 EQ-2

Details*

  • Spiegelteleskop
  • Öffnung: 130mm
  • Brennweite: 920mm
  • Montierung: Parallaktisch
  • Stativ aus Aluminium
  • Maximal sinnvolle Vergrößerung: 260-fach
  • Geeignet für die Beobachtung von Mond, Planeten, Nebel und Galaxien. Beobachtung der Sonne nur mit geeignetem Sonnenfilter.
  • Zubehör: Okulare 1,25“: 25mm, 10mm; Sucherfernrohr

Orion N 150/750 StarSeeker IV AZ SynScan-GoTo

Orion N 150/750 StarSeeker IV AZ SynScan-GoTo

Details*

  • Spiegelteleskop
  • Öffnung: 150mm
  • Brennweite: 750mm
  • Montierung: Azimutal
  • GoTo-Steuerung
  • Stativ aus Stahl
  • Maximal sinnvolle Vergrößerung: 300-fach
  • Geeignet für die Beobachtung von Mond, Planeten, Nebel und Galaxien. Beobachtung der Sonne nur mit geeignetem Sonnenfilter. Das Teleskop ist außerdem für Astrofotografie geeignet.
  • Zubehör: Okulare 1,25“: 10mm, 23mm; Sucherfernrohr; Zigarettenanzünder Stromkabel; Kompass

Auswahl von Spiegelteleskopen für Astrofotografie:

ProduktnameProduktinformationen

Skywatcher N 150/750 Explorer BD NEQ-3

Skywatcher N 150/750 Explorer BD NEQ-3

Details*

  • Spiegelteleskop
  • Öffnung: 150mm
  • Brennweite: 750mm
  • Montierung: Parallaktisch
  • Stativ aus Aluminium
  • Maximal sinnvolle Vergrößerung: 300-fach
  • Geeignet für die Beobachtung von Mond, Planeten, Nebel und Galaxien. Beobachtung der Sonne nur mit geeignetem Sonnenfilter. Das Teleskop ist außerdem für Astrofotografie geeignet.
  • Zubehör: Okulare 1,25“: 25mm, 10mm; Sucherfernrohr; Barlowlinse; Okularadapter: 1,25“ & 2“

Skywatcher N 150/750 Explorer BD NEQ-3 Pro SynScan GoTo

Skywatcher N 150/750 Explorer BD NEQ-3 Pro SynScan GoTo

Details*

  • Spiegelteleskop
  • Öffnung: 150mm
  • Brennweite: 750mm
  • Montierung: Parallaktisch
  • GoTo-Steuerung
  • Stativ aus Aluminium
  • Maximal sinnvolle Vergrößerung: 300-fach
  • Geeignet für die Beobachtung von Mond, Planeten, Nebel und Galaxien. Beobachtung der Sonne nur mit geeignetem Sonnenfilter. Das Teleskop ist außerdem für Astrofotografie geeignet.
  • Zubehör: Okulare 1,25“: 25mm, 10mm; Sucherfernrohr; Barlowlinse; Okularadapter: 1,25“ & 2“

Skywatcher Maksutov Teleskop MC 150/1800 SkyMax HEQ-5 Pro SynScan GoTo

Skywatcher Maksutov Teleskop MC 150/1800 SkyMax HEQ-5 Pro SynScan GoTo

Details*

  • Spiegelteleskop
  • Öffnung: 150mm
  • Brennweite: 1800mm
  • Montierung: Parallaktisch
  • GoTo-Steuerung
  • Stativ aus Stahl
  • Maximal sinnvolle Vergrößerung: 300-fach
  • Geeignet für die Beobachtung von Mond, Planeten, Nebel und Galaxien. Beobachtung der Sonne nur mit geeignetem Sonnenfilter. Das Teleskop ist außerdem für Astrofotografie geeignet.
  • Zubehör: Okulare 2“: 28mm; Sucherfernrohr; Umlenkoptik: Zenitspiegel 2“ – 90°

Auswahl von Spiegelteleskopen für Fortgeschrittene:

ProduktnameProduktinformationen

Skywatcher N 150/750 PDS Explorer BD NEQ-3 Pro SynScan GoTo

Skywatcher N 150/750 PDS Explorer BD NEQ-3 Pro SynScan GoTo

Details*

  • Spiegelteleskop
  • Öffnung: 150mm
  • Brennweite: 750mm
  • Montierung: Parallaktisch
  • GoTo-Steuerung
  • Stativ aus Aluminium
  • Maximal sinnvolle Vergrößerung: 300-fach
  • Geeignet für die Beobachtung von Mond, Planeten, Nebel und Galaxien. Beobachtung der Sonne nur mit geeignetem Sonnenfilter. Das Teleskop ist außerdem für Astrofotografie geeignet.
  • Zubehör: Okulare 2“: 28mm; Sucherfernrohr; Okularadapter: 1,25“ & 2“

Skywatcher Maksutov Teleskop MC 150/1800 SkyMax NEQ-5 Pro SynScan GoTo

Skywatcher Maksutov Teleskop MC 150/1800 SkyMax NEQ-5 Pro SynScan GoTo

Details*

  • Spiegelteleskop
  • Öffnung: 150mm
  • Brennweite: 1800mm
  • Montierung: Parallaktisch
  • GoTo-Steuerung
  • Stativ aus Stahl
  • Maximal sinnvolle Vergrößerung: 300-fach
  • Geeignet für die Beobachtung von Mond, Planeten, Nebel und Galaxien. Beobachtung der Sonne nur mit geeignetem Sonnenfilter. Das Teleskop ist außerdem für Astrofotografie geeignet.
  • Zubehör: Okulare 2“: 28mm; Sucherfernrohr; Umlenkoptik: Zenitspiegel 2“ – 90°

Skywatcher Maksutov Teleskop MC 150/1800 SkyMax HEQ-5 Pro SynScan GoTo

Skywatcher Maksutov Teleskop MC 150/1800 SkyMax HEQ-5 Pro SynScan GoTo

Detail*

  • Spiegelteleskop
  • Öffnung: 150mm
  • Brennweite: 1800mm
  • Montierung: Parallaktisch
  • GoTo-Steuerung
  • Stativ aus Stahl
  • Maximal sinnvolle Vergrößerung: 300-fach
  • Geeignet für die Beobachtung von Mond, Planeten, Nebel und Galaxien. Beobachtung der Sonne nur mit geeignetem Sonnenfilter. Das Teleskop ist außerdem für Astrofotografie geeignet.
  • Zubehör: Okulare 2“: 28mm; Sucherfernrohr; Umlenkoptik: Zenitspiegel 2“ – 90°

Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop SC 279/2800 CPC 1100 GoTo

Celestron Schmidt-Cassegrain Teleskop SC 279/2800 CPC 1100 GoTo

Details*

  • Spiegelteleskop
  • Öffnung: 279mm
  • Brennweite: 2800
  • Montierung: Azimutal
  • GoTo-Steuerung
  • Stativ aus Stahl
  • Maximal sinnvolle Vergrößerung: 560-fach
  • Geeignet für die Beobachtung von Mond, Planeten, Nebel und Galaxien. Beobachtung der Sonne nur mit geeignetem Sonnenfilter. Das Teleskop ist außerdem für Astrofotografie geeignet.
  • Zubehör: Okulare 1,25“: PL 40mm; Sucherfernrohr; Software: NexRemote; Umlenkoptik: 1,25“ – 90°; KFZ-Adapterkabel 12V

Spiegelteleskop kaufen

Heutzutage werden sowohl für den Einsteiger als auch für den geübten Sternenforscher relativ gut zu bedienende Spiegelteleskope im Fachhandel angeboten, die sich sowohl in ihrer Leistungsfähigkeit als auch im Design wesentlich von Warenhaus-Teleskopen abheben. Die folgenden essentiellen Kriterien bestimmen den tatsächlichen Wert eines Spiegelteleskops.

Spiegelteleskop: Blendenöffnung und Auflösungskapazität

Der Hauptfaktor eines Teleskops für die Reproduktion von hellen, deutlichen Bildern ist seine Blendenöffnung. Je größer der Durchmesser des Objektivs ist (der Spiegel am Reflektor-Teleskop), umso effektiver wird die Lichtsammelkapazität des Teleskops und desto klarer präsentieren sich die beobachteten Objekte. Das Auflösungsvermögen erhöht sich also analog des Öffnungsdurchmessers. Eine große Blendenöffnung optimiert demnach die Lichtsammlung des Hauptspiegels. So bringt ein Teleskop mit einem verdoppelten Öffnungsdurchmesser eine 4-fache Lichtsammelkapazität auf. Praktisch umgesetzt bedeutet dies, dass ein nunmehr um 100 % erhöhtes Auflösungsvermögen dazu führt, dass Deep-Sky-Objekte, Gasnebel und entfernte Galaxien sowie Details in unserem Sonnensystem genauer beobachtet werden können. Hierbei handelt es sich jedoch um die theoretische Auflösungskapazität, da das echte Auflösungsvermögen aufgrund von unzureichender optischer Qualität und anderen äußeren Einflüssen geringer ist. Die theoretische Auflösung wird durch die physikalische Gleichung TA = 125″ : D kalkuliert (TA = Theoretische Auflösung, 125 “ = 125 Bogensekunden, D = Durchmesser des Hauptspiegels). Sowohl die Bauweise als auch die Qualität der optischen Komponenten beeinflussen das echte Auflösungsvermögen. Auch die Luftruhe ist ein wesentliches Kriterium für ein effizientes Auflösungsvermögen.

Brennweite

Die Angaben zur Brennweite beruhen beim Spiegelteleskop auf dem Abstand zwischen dem Hauptspiegel bis zum Okular. Mit Hilfe der Brennweitenangabe lässt sich die Vergrößerung berechnen. Bei einem Teleskop mit einer Hauptspiegelbrennweite f von 1000 mm und einem Öffnungsdurchmesser von 100 mm beträgt das Öffnungsverhältnis 10 : 1. Dieser Zusammenhang wird durch die physikalische Gleichung zum analogen Öffnungsverhältnis f/ = f : D (Brennweite durch Öffnungsdurchmesser) berechnet. Bei einer Hauptspiegelbrennweite von 1000 mm und einem Öffnungsdurchmesser von 120 mm beläuft sich das Öffnungsverhältnis auf 10 : 1,2 und die tatsächliche Öffnungsverhältnisgröße f/8,333.

Praktisch bedeutet dies, dass ein Spiegelteleskop der Optik 150/750 über einen Öffnungsdurchmesser von 150 mm und 750 mm Brennweite verfügt und demnach ein Öffnungsverhältnis von f/5 aufweist. Zahlreiche hochinteressante Deep-Sky-Objekte wie Kugelsternhaufen, entlegene Galaxien, Supernovae, aber auch die Planeten unseres Sonnensystems lassen sich damit sehr gut betrachten.

Mit einer 114 mm/900 mm Optik ausgestattete Spiegelteleskope lassen sich hervorragend zur Beobachtung von Planeten und entfernten kosmischen Objekten wie Doppelsternen oder Nebel nutzen. Spiegelteleskope mit einer 114 mm Öffnung sind 2,5 x lichtintensiver als jene mit einer 70 mm Öffnung.

Vergrößerung des Spiegelteleskops

Mit der Vergrößerung wird die Vervielfachung des Beobachtungswinkels durch ein Teleskop im Verhältnis zum Beobachtungswinkel mit dem bloßen Auge angegeben. Die Vergrößerung wird durch das Verhältnis der Hauptspiegelbrennweite zur Okularbrennweite berechnet. Dieser physikalische Zusammenhang wird durch die Gleichung V = f : fo kalkuliert (V = Vergrößerung). Bei einer Hauptspiegelbrennweite von 1000 mm und einer 10 mm Okularbrennweite ergibt sich das Verhältnis Vergrößerung V = 1000 : 10. Die tatsächliche Vergrößerung beträgt in diesem Fall 100x. Die Steigerung einer Vergrößerung kann zwar immer weitergeführt werden, hat aber letztendlich keinen positiven Effekt auf die Bildauflösung, beeinträchtigt die Qualität der Sicht und verdunkelt Bilder.

Im Allgemeinen gilt, dass die maximale Vergrößerung etwa dem Durchmesser der Hauptspiegelöffnung in mm entsprechen sollte. Die minimale Vergrößerung ist ein ebenso wichtiger Faktor, denn er gestattet ein breiteres Gesichtsfeld. Die minimale Vergrößerung entspricht der Übereinstimmung der Durchmesserwerte von Austrittspupille und geöffneter menschlicher Augenpupille (durchschnittlich 6,5 mm). Die maximale Öffnung der menschlichen Augenpupille sollte nicht geringer sein als das Okular-Strahlenbündel. Der Durchmesser der Austrittspupille wird durch den physikalischen Zusammenhang AP = D : V = fo : f/ kalkuliert (Austrittspupille = Hauptspiegel Durchmesser durch Vergrößerung = Okular-Brennweite in mm durch Öffnungsverhältnis).

Okulare

Okulare vergrößern das reproduzierte Bild und bestimmen auch dessen Bildqualität. Der Quotient aus Objektivbrennweite und Okular bestimmt die tatsächliche Vergrößerung des Objektes im Fokus. Eine 1200 mm Hauptspiegelbrennweite und eine 40 mm Okularbrennweite ergeben demnach eine 30-fache Vergrößerung. Als Austrittspupille AP bezeichnet man das verkleinerte reproduzierte Bild der Eintrittspupille (am Hauptspiegel), die sich gleich hinter dem Okular bildet. Mit der Austrittspupille kann die minimale, maximale und optimale Vergrößerung kalkuliert werden. Die geläufigsten Okulare sind 4-linsige oder 5-linsige Plössl Okulare, die in Hinsicht auf Bildschärfe, Durchblickqualität, Farbechtheit und Gesichtsfeld (52°) gute Eigenschaften demonstrieren. Das Gesichtsfeld ist der Winkel des durch das Okular beobachteten Abschnitts.

Exkurs: Spiegelteleskop – Aufbau und Funktionsweise

Im Gegensatz zum Linsenteleskop funktioniert ein Spiegelteleskop mit Hilfe eines Spiegels, um Licht effektiv zu bündeln. Die gekrümmten Spiegel sind in der Lage, das Licht zu beugen und selbst parallel zueinander verlaufende Lichtstrahlen im Brennpunkt des Spiegels zu konvergieren. Das Newton-Spiegelteleskop verwendet einen flacheren Hauptspiegel, um die zusammenlaufenden Lichtstrahlen am Teleskop-Okular zu bündeln.

Eine besondere Aufmerksamkeit sollte einer soliden, präzisen Montierung gewidmet werden. Ein stabiles, schwingungsbeständiges Edelstahl-Stativ erleichtert die Observation des Sternenhimmels. Die geläufigen Montierungsweisen sind die Azimutale Montierung, die Parallaktische Montierung sowie die Dobson Montierung.

Azimutale Montierungen erlauben die Anbringung des Spiegelteleskops auf einer Gabel, die sich auf horizontaler Ebene nach rechts und links drehen lässt. Gleichzeitig wird eine manuelle oder automatische Höhenanpassung ermöglicht. Wellen sind lange Drahthebel, die die Durchführung der Höhenanpassung vereinfachen.

Die Montierung des Spiegelteleskops auf zwei Achsen wird Parallaktische Montierung oder auch Äquatoriale Montierung genannt. Die Ausrichtung einer Achse parallel zur Erdachse ist dabei Voraussetzung für eine akkurate Nachführung der Bahnen von Himmelskörpern und die Beobachtung bestimmter Sterne in gleichbleibender Sichtposition. Die Parallaktische Montierung ist zwar mit einem höheren Kostenaufwand verbunden, bietet aber optimale Voraussetzungen für die Astrofotografie und perfekte Möglichkeiten zur Anbringung von Schrittmotoren und Polsuchern.

Die Dobson Montierung ist die einfachste Montierung für die Anbringung eines Spiegelteleskops. Hierfür wird das Teleskop auf einen Untersatz gesetzt, der nach links oder rechts ausdrehbar ist, während das Spiegelteleskop einfach nach oben oder unten bewegt werden kann.

Ein Spiegelteleskop zu kaufen bedeutet für den Hobby-Astronom aber auch, sich anfänglich mit den Hauptelementen eines Spiegelteleskops und seiner Struktur vertraut zu machen. Für Teleskope gilt, dass nur so viele Himmelskörper sichtbar werden, wie es die optimale Zusammensetzung der optischen Komponenten gestattet. Der Hauptspiegel als wichtigstes Element reflektiert das Licht, das er in gebündelter Form zum Fangspiegel (auch Sekundärspiegel genannt) weiterleitet. Das gebündelte Licht gelangt also über den Fangspiegel zum Okular. Der Fangspiegel selbst befindet sich in einem 45° Winkel zur optischen Achse und lenkt die vom Hauptspiegel eintreffenden Lichtbündel seitlich in einem 90° Winkel in Richtung Okular und aus dem Tubus heraus. Dieser Modus der Lichtreflektion verzeichnet einen maximalen Lichtstrahlverlust von 7%.

Der Hauptspiegel wird durch den Tubus gestützt und stabil auf seiner optischen Achse gehalten. Bei weitaus größeren Teleskopen, wie jene, die von Profi-Astronomen eingesetzt werden, müssen Hauptspiegel mit einem Durchmesser von mehreren Metern von einer speziellen Gitterkonstruktion getragen werden.

Spiegelteleskope für Anfänger

Nächtliche Sternenbeobachtungen sind eine attraktive Herausforderung und für viele Menschen Motivation genug, sich ein Spiegelteleskop zu kaufen. Wichtige Gesichtspunkte sollten dabei berücksichtigt werden. Anfängermodelle sind mit einfachen Okularen ausgerüstet, die sich gut zum Üben der Justierung von Hauptspiegel, Fangspiegel und Positionierung sowie den ersten Versuchen einer Himmelsbeobachtung eignen. Mit zunehmender Erfahrung steigt das Interesse an der Observierung von kosmischen Objekten, Sternen, Konstellationen und faszinierenden Gebilden, die sich in größerer Entfernung befinden. Von diesem Zeitpunkt an sollten die anfänglichen Okulare durch leistungsstarke Okulare ersetzt werden.

Newton-Reflektoren sind wegen ihrer unkomplizierten Struktur und analogen Leistungsstärke besonders für den Einsteiger zu empfehlen. Ihr Hauptspiegel hat entweder eine Parabolform oder eine sphärische Form (Kugelspiegel). Unabhängig vom Öffnungsdurchmesser muss ein Spiegelteleskop ab einer höheren Lichtstärke von 1 : 5 einen parabolisch geformten Hauptspiegel haben.

Aufgrund der Tatsache, dass sie das Licht in ihrer optischen Struktur nur reflektieren und nicht brechen, sind Newton-Spiegelteleskope so gut wie farbfehlerfrei. Beim Newton-Koma, einem Bildfehler am Rand des Bildfeldes, erscheinen die Lichtpunkte allerdings dreieckig oder länglich deformiert. Dies ist eine frequente Erscheinung von lichtstärkeren Newton-Spiegelteleskopen von maximal f/5. In der Astrofotografie kann mit einem Komakorrektor und einem 2″ Auszug ein Komaausgleich durchgeführt werden. Ein Newton-Spiegelteleskop mit parallaktischer Montierung ist ein empfehlenswertes und universal einsetzbares Teleskop für den Anfänger.

Dobson-Spiegelteleskope sind zwar aufgrund ihrer manuellen Zweiachsenführung nicht für die Astrofotografie geeignet, verzeichnen aber als Newton-Spiegelteleskope zahlreiche andere Vorzüge, die besonders Einsteiger schätzen. Der Tubus sitze auf einer rotierbaren Unterkonstruktion und die stressfreie Gabelkonstruktion mit azimutaler Montierung kann umgehend aufgestellt werden. Der unkomplizierte Aufbau des Dobson-Spiegelteleskops führt dazu, dass es auch mit großen Hauptspiegelöffnungen kostengünstig erstanden werden kann.

Spiegelteleskope für Kinder

Kinder entwickeln bereits von klein auf ein intensives Interesse für den nächtlichen Sternenhimmel und sind begeistert von den strahlenden und oftmals farbintensiven Gebilden des Kosmos. Was sie mit dem bloßen Auge am Firmament entdecken und bewundern können, wird ihnen durch ein Spiegelteleskop für Kinder auf eine magische Weise nahegebracht. Ein Spiegelteleskop zu kaufen, dass für Kinder konzipiert ist, bedeutet ebenfalls, dass das Teleskop bestimmten Kriterien gerecht wird.

Kinderfreundliche Spiegelteleskop-Modelle müssen von hoher Stabilität sein und sich durch eine unkomplizierte Handhabung und Bedienung auszeichnen. Es versteht sich von selbst, dass Kindern besonders bei der Anpassung des Fangspiegels Unterstützung gewährt werden muss. Doch Kinder sollten nach einigem Üben selbstständig in der Lage sein, ihr Sternguckgerät unabhängig anzuwenden. Außerdem sollte Wert darauf gelegt werden, dass die Öffnung groß genug ist, um Kindern eine bessere Beobachtungsqualität zu gewähren. Zahlreiche Kinder-Spiegelteleskope verfügen über einen 70 mm Hauptspiegel und sind einfach und sicher aufzustellen. Ein äquatoriales Stativ erlaubt eine erhöhte Flexibilität, während eine Reihe von Kindermodellen mit einer Slow-Motion Bedienung ausgerüstet sind, die dem Kind die präzise Navigation und Ausrichtung vereinfachen.

Spiegelteleskope sind zu Bildungszwecken besonders erfolgreich einsetzbar, weil sie das Interesse der Kinder für die sie umgebende Welt erweitern und ihren Entdeckerdrang fördern. Auch an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen werden Spiegelteleskope erfolgreich im Unterricht genutzt. Hier wecken sie das Interesse der Schüler an wissenschaftliche Forschung und steigern effektiv ihr Verständnis in den Fachbereichen Physik, Mathematik und Astronomie.

Auswahl von Spiegelteleskopen für Kinder:

ProduktnameProduktinformationen

Omegon N 76/700 AZ-1

Omegon N 76/700 AZ-1

Details*

  • Spiegelteleskop
  • Öffnung: 76mm
  • Brennweite: 700mm
  • Montierung: Azimutal
  • Stativ aus Aluminium
  • Maximal sinnvolle Vergrößerung: 150-fach
  • Geeignet für die Beobachtung von Mond und Planeten. Beobachtung der Sonne nur mit geeignetem Sonnenfilter.
  • Zubehör: Okulare 1,25“: H 20mm, H 12,5mm, SR 4mm; Sucherfernrohr; Barlowlinse; Umkehrlinse

Omegon Dobson Teleskop N 102/640 DOB

Omegon Dobson Teleskop N 102/640 DOB

Details*

  • Spiegelteleskop
  • Öffnung: 102mm
  • Brennweite: 640mm
  • Montierung: Dobson
  • Stativ aus Holz
  • Maximal sinnvolle Vergrößerung: 204-fach
  • Geeignet für die Beobachtung von Mond, Planeten, Nebel und Galaxien. Beobachtung der Sonne nur mit geeignetem Sonnenfilter.
  • Zubehör: Okulare 1,25“: F 20mm, F 6mm; Sucherfernrohr; Barlowlinse

Omegon N 130/920 EQ-2

Omegon N 130/920 EQ-2

Details*

  • Spiegelteleskop
  • Öffnung: 130mm
  • Brennweite: 920mm
  • Montierung: Parallaktisch
  • Stativ aus Aluminium
  • Maximal sinnvolle Vergrößerung: 260-fach
  • Geeignet für die Beobachtung von Mond, Planeten, Nebel und Galaxien. Beobachtung der Sonne nur mit geeignetem Sonnenfilter.
  • Zubehör: Okulare 1,25“: 25mm, 10mm; Sucherfernrohr

Astrofotografie mit einem Spiegelteleskop

Ein Spiegelteleskop zu kaufen bedeutet für viele Interessenten auch, es für die Astrofotografie zu nutzen. Hochkarätige Spiegelteleskop-Modelle erlauben die Erstellung von hochwertigem Bildmaterial. Für die Astrofotografie spielt der Bilddurchmesser eine wesentliche Rolle. Die Größe des im Brennpunkt produzierten Bildes wächst mit der Größe des Winkeldurchmessers des reproduzierten Bildes.

Die fokale Anbringung einer digitalen Spiegelreflexkamera ist die geläufigste Form der Kamerabefestigung an einem Spiegelteleskop. Mit Hilfe eines Fokaladapters und einem T2-Ring wird die Kamera stabil am Teleskop angebracht. Hier kommt es zu keiner Verminderung von Bildhelligkeit und Lichtintensität, da bei kontinuierlicher Öffnung die Brennweite nicht verlängert wird.

Eine weitere, vielgenutzte Version ist die Anbringung einer digitalen Spiegelreflexkamera am Projektionsansatz. Dies geschieht mit Hilfe eines Adapters. Bei der sogenannten fokalen Okularprojektion wird das Objektiv entfernt. Bedeutend stärkere Vergrößerungen und klare Aufnahmen können durch die teleskopische Schärfepunktbestimmung erzielt werden.

Im Gegensatz dazu wird bei einer afokalen Okularprojektion das Kameraobjektiv in die Spiegelteleskop-Struktur eingebunden. Beim direkten Fotografieren durch das Okular besteht jedoch die Gefahr eines hohen Lichtverlustes. Dies macht eine extra dichte und lichtundurchlässige Befestigung der digitalen Spiegelreflexkamera erforderlich. Mit Hilfe eines geeigneten, speziell konzipierten Okular-Projektionszusatzsystems, das T2-Zwischenringe, eine Schiebefokussierung sowie einen teleskopseitigen Anschluss enthält, lassen sich maximale Stabilität und eine äußerst hohe Lichtundurchlässigkeit erzielen. Dazu gehört es, eine geeignete Kamera mit einem kleinen Objektivdurchmesser zu bevorzugen, die eine eventuelle Randabdunkelung minimalisiert. Für eine schärfere Bildqualität sollte eine Fernauslösung bevorzugt werden.

Weitere ausschlaggebende Faktoren, die für zufriedenstellende Astrofotografie-Ergebnisse berücksichtigt werden sollten, sind zum einen die stetige Überwachung der Laufgenauigkeit der Nachführung, zum anderen die akkurate Ausrichtung der Montierung in Richtung Himmelspol. Softwarekonzepte in Verbindung mit einem Autoguider bieten die Möglichkeit einer automatischen Nachführungsüberwachung mit Anschluss an einen Computer zur Steuerung der Montierung.

Spiegelteleskope für Fortgeschrittene

Zahlreiche hochwertige Spiegelteleskope für Fortgeschrittene sind im Fachhandel erhältlich. Die Wahl des geeigneten Spiegelteleskops ist vom Einsatzzweck abhängig.

Das Schmidt-Cassegrain-Spiegelteleskop ist mit einem parabolischen Hauptspiegel und einem hyperbolischen Fangspiegel ausgerüstet und eignet sich für den fortgeschrittenen Sternenbeobachter. Dieses Teleskop ermöglicht bei kompakter Bauweise eine längere Brennweite. Allerdings kann bei diesem Modus mehr Licht und Kontrastkapazität abhandenkommen, da das gebündelte Licht auf mehreren optischen Ebenen (Hauptspiegel, Fangspiegel und Schmidt-Platte) reflektiert und korrigiert werden muss, bevor es die Okularöffnung erreicht.

Schmidt-Cassegrain-Ausführungen mit einer 200 mm Öffnung und 2000 mm Brennweite können bereits mit einer unglaublich minimalen Baulänge von 400 mm aufwarten. Heutzutage existieren auch technologisch weiterentwickelte Schmidt-Cassegrain-Spiegelteleskope mit RC-Systemen (Rietchey-Chretien-Systeme) ohne Schmidt-Platte. Anstelle dieser werden Korrekturlinsen vor dem Brennpunkt angebracht. Das RC-Korrektursystem benutzt lediglich zwei Spiegelflächen, was zu einem Zustand ohne Koma, Öffnungs- oder Farbfehler führt.

Smarte und vielseitig nutzbare Starseeker-Modelle mit höherem Lichtsammelvermögen liefern kontrastreiche Weitblick-Bilder und erlauben scharfe und farbgetreue Astrofotografie-Aufnahmen in erstklassiger Bildqualität. Viele leistungsstarke Spiegelteleskop-Modelle verfügen des Weiteren über eine manuelle Zeitlupensteuerung, ein zusätzliches Reflexvisier und ein gesteigertes Lichtsammelvermögen. Beim Kauf eines Spiegelteleskops sollten erfahrene Hobby-Astronomen außerdem den Fokus auf einen korrekten Hauptspiegellüfter-Modus richten, der eine bedeutend schnellere Auskühlung des Hauptspiegels und gleichzeitig umgehend eine gute Bildqualität gewährleistet.

Vorteile eines Spiegelteleskops

Ein wesentlicher Vorteil von Spiegelteleskopen ist ihr relativ unkomplizierter Aufbau, denn mit einem einzigen Spiegel ermöglichen sie die optimale Winkelpositionierung. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass sie vollkommen farbfehlerfreie Darstellungen oder Abbildungen erbringen. Die aufgrund der verschiedenen Brennpunkte von Farben erscheinenden Bildwiedergabefehler werden minimiert. Die notwendige Auskühlzeit ist dank des vorne weit offenen Tubus bedeutend kürzer. Zudem werden zahlreiche Modelle mit großen Öffnungen sehr kostengünstig angeboten, so dass der Kauf eines Spiegelteleskops mit einem geringeren finanziellen Aufwand verbunden ist.

Vorteile des Newton-Spiegelteleskops sind seine größeren Öffnungsdurchmesser und die damit verbundene unübertreffliche Leistungsstärke in Hinsicht auf Lichtsammelkapazität und Auflösung sowie seine farbfehlerfreien Bildreproduktionen. Es ist ideal zur Beobachtung von Deep-Sky-Geschehnissen, Galaxien, Sternenhaufen und Nebeln einsetzbar. Zur Betrachtung von Mond und Planeten sollte der Fangspiegel in Relation zur Öffnung kleiner sein, um Beugungserscheinungen zu minimalisieren.

Nachteile eines Spiegelteleskops

Einer der Nachteile von Newton-Spiegelteleskopen ist die geringere Bildschärfe im erhöhten Vergrößerungsbereich, so dass das Kontrastvermögen beeinträchtigt wird. Außerdem erlaubt die offene Struktur den Einfluss von Luftturbulenzen und anderen äußeren Faktoren. Die längere Bauweise eines Newton-Teleskops macht es weniger transportabel und eine solidere Montierung unerlässlich. Die ursprüngliche Bildreproduktion erscheint bei Newton-Spiegelteleskopen stets auf dem Kopf stehend und muss mit Hilfe eines Korrektors richtig herum gedreht werden. Dennoch verzeichnet ein Newton-Spiegelteleskop ab einem Öffnungsdurchmesser von 120 mm ein gutes Preis-Leistungsverhältnis als Einsteigerteleskop, vorausgesetzt, dass die Qualität der optischen Komponenten hervorragend ist.

Spiegelteleskope benötigen eine frequente Justierung und demonstrieren aufgrund des Fangspiegels ein mögliches Obstruktionsverhalten, das eine eventuelle Verringerung von Kontrastfähigkeit und der Helligkeitskapazität auslösen kann. Außerdem werden durch die Streben im Fangspiegel Beugungserscheinungen hervorgerufen, die ein Strahlenbild um beobachtete Sterne herum erzeugt.

Die mechanische Stabilität eines Spiegelteleskops ist besonders empfindlich. Ein Ausrichtungsfehler des Spiegels kann schnell durch einen fehlerhaften Umgang hervorgerufen werden. Des Weiteren benötigen die Optikteile eine gründliche Reinigung, da der Hauptspiegel durch Umwelteinflüsse beeinträchtigt werden kann. Die Reinigung selbst ist unkompliziert und in wenigen Minuten erledigt.

Anleitung: So beobachtet man mit einem Spiegelteleskop

Planeten Sonnensystem

Planeten unseres Sonnensystems

Es gibt einige wesentliche Aspekte, die bei einer sinnvollen Nutzung des Spiegelteleskops beachtet werden müssen. Vor allem für Einsteiger ist es wichtig, dass sie sich mit dem Teleskop und seiner Funktionsweise vertraut machen. Dies sollte am besten bei Tageslicht geschehen. Dann kann das Ausrichten geübt werden. Das Suchfernrohr wird so eingestellt, dass sich beim Schauen durch das Suchfernrohr das Objekt unserer Wahl zentriert im Fadenkreuz oder im kleinsten Kreis befindet.

Doch Vorsicht ist geboten. Man sollte niemals den naheliegendsten aller Sterne, unsere Sonne, durch das Spiegelteleskop ins Auge fassen, da dies schwerwiegende visuelle Schäden oder gar eine Erblindung hervorrufen kann. Auch von der Nutzung gewöhnlicher Okular-Sonnenfilter, die im Lieferumfang von Spiegelteleskopen bereits enthalten sind, sollte abgesehen werden – das Risiko ist zu groß. Sie vermögen zwar das grelle Licht zu schwächen, aber keineswegs die zerstörerische Infrarot-Strahlung. Nur mit Hilfe eines Infrarot Blockfilters kann eine Sonnenbeobachtung durchgeführt werden. Ein weiterer wesentlicher Nachteil einer frequenten Sonnenbeobachtung ist die Gefahr einer Überhitzung von Komponenten des Spiegelteleskops, was speziell den Fangspiegel betrifft.

Eine nächtliche Himmelsbeobachtung bei optimalen Sichtverhältnissen kann zu einem unvergesslichen Erlebnis werden, wenn das Spiegelteleskop an einer Stelle im Freien steht, an der es keine weiteren Lichtquellen gibt. Es ist sinnvoll, das Beobachten des nächtlichen Sternenhimmels mit den naheliegenden kosmischen Himmelskörpern unseres Sonnensystems in geringeren Vergrößerungen zu beginnen. Wer weiter entfernt schauen will, sollte eine Neumondphase abpassen, da dann die Sicht besonders klar und unbeeinflusst vom Mondlicht ist.