Der Durchmesser der Erde beträgt nicht überall exakt gleich viel. Von Pol zu Pol misst die Erde etwa 12.714 Kilometer. Am Äquator ist sie mit rund 12.756 Kilometern etwas breiter.
Der Grund dafür: Die Erde ist keine perfekte Kugel. Durch ihre Rotation ist sie am Äquator leicht ausgebeult und an den Polen etwas abgeflacht. Man spricht deshalb von einem abgeplatteten Rotationsellipsoid.
Warum ist die Erde keine perfekte Kugel?
Die Erde dreht sich in knapp 24 Stunden einmal um ihre eigene Achse. Durch diese Rotation entsteht eine leichte Ausbuchtung am Äquator. Der Unterschied zwischen dem Durchmesser am Äquator und dem Durchmesser von Pol zu Pol beträgt etwa 42 Kilometer.
Im Verhältnis zur Gesamtgröße der Erde ist dieser Unterschied klein. Auf Bildern aus dem All wirkt die Erde deshalb trotzdem fast kugelrund. Mathematisch betrachtet ist sie aber leicht abgeflacht.
Äquatordurchmesser und Poldurchmesser
- Durchmesser am Äquator: ca. 12.756 Kilometer
- Durchmesser von Pol zu Pol: ca. 12.714 Kilometer
- Unterschied: ca. 42 Kilometer
Der Äquatordurchmesser ist also etwas größer als der Poldurchmesser. Das ist auch der Grund, warum Orte in Äquatornähe etwas weiter vom Erdmittelpunkt entfernt liegen als Orte in Polnähe.
Wie groß ist der Umfang der Erde?
Auch der Erdumfang hängt davon ab, wo man misst. Am Äquator beträgt der Umfang der Erde etwa 40.075 Kilometer. Misst man dagegen über die Pole, ist der Umfang etwas kleiner.
Diese Größenordnung zeigt gut, wie gewaltig die Erde im Vergleich zu unserem Alltag ist. Selbst ein Flugzeug benötigt viele Stunden, um nur einen Teil dieser Strecke zurückzulegen.
Die Erde im Sonnensystem
Die Erde ist der dritte Planet unseres Sonnensystems. Sie liegt zwischen Venus und Mars und ist der einzige Planet, auf dem wir Leben kennen. Ihre Atmosphäre, flüssiges Wasser und der passende Abstand zur Sonne machen sie zu einem besonderen Ort.
Im Vergleich zu den Gasriesen Jupiter und Saturn ist die Erde klein. Verglichen mit Merkur, Mars oder dem Mond ist sie aber ein großer Gesteinsplanet.
Kann man die Erde mit einem Teleskop beobachten?
Die Erde selbst beobachtet man natürlich nicht mit einem Teleskop vom eigenen Garten aus – schließlich stehen wir auf ihr. Spannend wird es aber, wenn man von der Erde aus andere Himmelskörper betrachtet: den Mond, Planeten, Sternhaufen, Nebel oder Galaxien.
Gerade der Mond ist für Einsteiger besonders dankbar. Schon einfache Teleskope zeigen Krater, Gebirge und die Tag-Nacht-Grenze auf der Mondoberfläche. Auch Jupiter mit seinen Monden oder Saturn mit seinem Ring gehören zu den klassischen ersten Beobachtungszielen.
Wenn du selbst vom Standort Erde aus in den Himmel schauen möchtest, findest du hier eine passende Übersicht: Teleskop-Empfehlungen für Einsteiger.
Was kann man von der Erde aus beobachten?
Von der Erde aus lassen sich je nach Ausrüstung viele Objekte beobachten:
- Mond: Krater, Gebirge und helle Mare-Gebiete
- Planeten: Jupiter, Saturn, Mars und Venus
- Sterne: Doppelsterne, helle Einzelsterne und Sternbilder
- Deep-Sky-Objekte: Sternhaufen, Nebel und helle Galaxien
- Sonne: nur mit sicherem Sonnenfilter oder geeignetem Sonnenteleskop
Für Mond und Planeten sind Linsenteleskope, Maksutov-Teleskope oder stabile Einsteigergeräte interessant. Wer möglichst viel Licht sammeln möchte, findet bei Dobson- und Spiegelteleskopen oft viel Öffnung fürs Geld.
Mehr dazu:
- Linsenteleskope für Mond und Planeten
- Dobson-Teleskope im Überblick
- Spiegelteleskope für Mond, Planeten und Deep-Sky
Kurz zusammengefasst
- Der Durchmesser der Erde beträgt von Pol zu Pol etwa 12.714 Kilometer.
- Am Äquator beträgt der Durchmesser etwa 12.756 Kilometer.
- Die Erde ist an den Polen leicht abgeflacht und am Äquator etwas ausgebeult.
- Der Erdumfang am Äquator liegt bei rund 40.075 Kilometern.
- Von der Erde aus lassen sich mit einem Teleskop Mond, Planeten, Sterne und viele weitere Himmelsobjekte beobachten.
