Vollmond ist die Mondphase, in der die sichtbare Mondscheibe von der Erde aus vollständig beleuchtet erscheint. Der Mond steht dann der Sonne am Himmel ungefähr gegenüber. Die aktuellen Vollmond-Daten findest du im Mondkalender.

Bei Vollmond geht der Mond ungefähr bei Sonnenuntergang auf und bei Sonnenaufgang wieder unter. Deshalb ist er in dieser Phase fast die ganze Nacht sichtbar. Sein helles Licht macht ihn besonders auffällig, kann aber auch die Beobachtung schwacher Sterne, Nebel und Galaxien erschweren.

Was ist Vollmond?

Vollmond ist der Zeitpunkt, an dem die Erde ungefähr zwischen Sonne und Mond steht. Die von der Sonne beleuchtete Seite des Mondes zeigt dann fast vollständig zur Erde.

Der Mond leuchtet dabei nicht selbst. Er reflektiert das Licht der Sonne. Weil wir bei Vollmond nahezu die ganze beleuchtete Mondhälfte sehen, erscheint der Mond als runde, helle Scheibe.

Mehr über den Mond als Himmelskörper findest du im allgemeinen Artikel zum Mond.

Wann ist Vollmond?

Vollmond gibt es ungefähr alle 29,5 Tage. Das ist die Dauer eines kompletten Mondzyklus von Neumond zu Neumond.

Die genauen Vollmondtermine verschieben sich von Monat zu Monat. Deshalb ist eine aktuelle Übersicht sinnvoller als eine feste Liste im Artikel. Die aktuellen Termine findest du im Mondkalender.

In manchen Kalendermonaten kann es sogar zwei Vollmonde geben. Das passiert, weil der Mondzyklus etwas kürzer ist als viele Monate.

Welche Mondphase kommt vor und nach Vollmond?

Vor dem Vollmond nimmt der Mond zu. Nach dem Vollmond nimmt er wieder ab.

Die vereinfachte Reihenfolge lautet:

  • Neumond: Der Mond ist kaum sichtbar.
  • Zunehmende Sichel: Eine schmale Sichel erscheint am Abendhimmel.
  • Erstes Viertel: Der Mond ist etwa halb beleuchtet.
  • Zunehmender Mond: Die helle Fläche wird größer.
  • Vollmond: Die gesamte sichtbare Mondscheibe ist beleuchtet.
  • Abnehmender Mond: Die helle Fläche wird wieder kleiner.
  • Letztes Viertel: Der Mond erscheint erneut halb beleuchtet.
  • Abnehmende Sichel: Kurz vor Neumond bleibt nur eine schmale Sichel übrig.

Warum ist der Vollmond so hell?

Bei Vollmond sehen wir fast die gesamte von der Sonne beleuchtete Mondseite. Dadurch reflektiert der Mond besonders viel Licht in Richtung Erde.

Außerdem fällt das Sonnenlicht aus unserer Blickrichtung fast frontal auf die Mondoberfläche. Schatten sind deshalb kurz, und die Mondscheibe wirkt sehr gleichmäßig hell.

Für das Auge ist das beeindruckend. Für die Beobachtung feiner Mondstrukturen ist Vollmond aber nicht immer ideal, weil Krater und Gebirge weniger plastisch erscheinen.

Ist Vollmond gut für die Mondbeobachtung?

Vollmond ist schön anzusehen, aber für Details auf der Mondoberfläche nicht immer die beste Phase. Viele Krater und Gebirge wirken flacher, weil das Licht fast senkrecht auf die Oberfläche fällt.

Besonders spannend sind oft die Tage vor und nach Halbmond. Dann verläuft die Licht-Schatten-Grenze, der sogenannte Terminator, über die Mondoberfläche. Dort werfen Kraterwände und Gebirge lange Schatten.

Trotzdem lohnt sich Vollmond für Einsteiger: Er ist leicht zu finden, hell und zeigt die großen dunklen Mare-Flächen besonders deutlich.

Vollmond beobachten mit bloßem Auge oder Teleskop

Mit bloßem Auge erkennt man beim Vollmond die großen hellen und dunklen Regionen. Die dunklen Flächen nennt man Mare. Es sind keine Meere, sondern große, erstarrte Lavaebenen.

Mit einem Fernglas oder Teleskop sieht man deutlich mehr Einzelheiten. Allerdings kann der Vollmond im Teleskop sehr hell wirken. Ein Mondfilter oder geringere Vergrößerung kann die Beobachtung angenehmer machen.

Wer den Mond regelmäßig beobachtet, erkennt besonders gut, wie sich die Beleuchtung im Lauf des Mondzyklus verändert. Dadurch werden verschiedene Regionen der Oberfläche nacheinander besonders gut sichtbar.

Warum stört Vollmond die Sternbeobachtung?

Der Vollmond hellt den Nachthimmel stark auf. Dadurch verschwinden viele schwächere Sterne im Mondlicht. Auch Nebel, Galaxien und feine Strukturen der Milchstraße sind bei Vollmond deutlich schwerer zu erkennen.

Für Deep-Sky-Beobachtung ist daher die Zeit um Neumond besser geeignet. Dann fehlt das helle Mondlicht, und der Himmel ist dunkler.

Für Mondbeobachtung, Landschaftsfotografie oder helle Planeten kann Vollmond dagegen sehr reizvoll sein.

Vollmond und Mondfinsternis

Eine Mondfinsternis kann nur bei Vollmond entstehen. Dann steht die Erde zwischen Sonne und Mond, und der Mond kann in den Erdschatten eintreten.

Trotzdem gibt es nicht bei jedem Vollmond eine Mondfinsternis. Der Grund ist die leicht geneigte Mondbahn. Meist zieht der Mond oberhalb oder unterhalb des Erdschattens vorbei.

Nur wenn Vollmond nahe an einem Schnittpunkt von Mondbahn und Erdbahnebene stattfindet, kann eine Mondfinsternis entstehen.

Warum wirkt der Vollmond manchmal besonders groß?

Der Mond kann am Himmel unterschiedlich groß erscheinen. Ein Teil davon liegt an seiner leicht elliptischen Bahn. Steht der Mond der Erde besonders nahe, erscheint er etwas größer und heller als gewöhnlich.

Ein Vollmond in Erdnähe wird oft als Supermond bezeichnet. Der Unterschied ist real, aber mit bloßem Auge weniger dramatisch, als viele stark vergrößerte Fotos vermuten lassen.

Zusätzlich gibt es die Mondillusion: Steht der Mond nahe am Horizont, wirkt er für unser Gehirn oft größer als hoch am Himmel. Tatsächlich ist er dadurch aber nicht näher an der Erde.

Hat der Vollmond besondere Wirkungen?

Um den Vollmond gibt es viele Geschichten, Traditionen und Volksglauben. Viele Menschen verbinden Vollmond mit Schlaf, Stimmung, Wetter oder besonderen Naturereignissen.

Astronomisch sicher ist: Bei Vollmond ist die sichtbare Mondscheibe vollständig beleuchtet, und das Mondlicht hellt die Nacht deutlich auf. Für viele andere behauptete Wirkungen gibt es dagegen keine gleichermaßen eindeutigen wissenschaftlichen Belege.

Für die Himmelsbeobachtung ist Vollmond aber auf jeden Fall wichtig: Er ist die hellste Mondphase und verändert deutlich, wie dunkel der Nachthimmel erscheint.

Kurz zusammengefasst

  • Vollmond ist die Mondphase, in der die sichtbare Mondscheibe vollständig beleuchtet erscheint.
  • Vollmond gibt es ungefähr alle 29,5 Tage.
  • Der Mond steht bei Vollmond der Sonne am Himmel ungefähr gegenüber.
  • Bei Vollmond ist der Mond fast die ganze Nacht sichtbar.
  • Für Deep-Sky-Beobachtung ist Vollmond ungünstig, weil er den Himmel aufhellt.
  • Eine Mondfinsternis kann nur bei Vollmond entstehen.
  • Aktuelle Vollmondtermine stehen im Mondkalender.

Häufige Fragen zum Vollmond

Was ist Vollmond?

Vollmond ist die Mondphase, in der wir von der Erde aus fast die gesamte beleuchtete Mondseite sehen.

Wie oft ist Vollmond?

Vollmond gibt es ungefähr alle 29,5 Tage. Das entspricht einem kompletten Mondzyklus.

Wann geht der Vollmond auf?

Bei Vollmond geht der Mond ungefähr bei Sonnenuntergang auf und bei Sonnenaufgang wieder unter. Die genaue Uhrzeit hängt von Datum und Standort ab.

Warum ist bei Vollmond keine Sonnenfinsternis möglich?

Bei Vollmond steht die Erde zwischen Sonne und Mond. Für eine Sonnenfinsternis müsste der Mond aber zwischen Erde und Sonne stehen. Das ist nur bei Neumond möglich.

Wo finde ich die aktuellen Vollmondtermine?

Die aktuellen Vollmondtermine findest du im Mondkalender. Dort sind auch die anderen Mondphasen aufgeführt.

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