Planeten Sonnensystem

Planeten unseres Sonnensystems

Die Reihenfolge der Planeten in unserem Sonnensystem lernt man oft schon in der Schule. Trotzdem ist es gar nicht so leicht, sich alle acht Planeten in der richtigen Reihenfolge zu merken. Besonders Merkur, Venus, Uranus und Neptun geraten schnell durcheinander.

Mit einem Merkspruch oder einer Eselsbrücke lässt sich die Reihenfolge der Planeten aber schnell wieder abrufen. Die Anfangsbuchstaben der Wörter stehen dabei jeweils für einen Planeten.

Merksatz für die Reihenfolge der Planeten

Ein bekannter Merksatz für die acht Planeten lautet:

„Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.“

Die Anfangsbuchstaben ergeben die Reihenfolge der Planeten von innen nach außen, also von der Sonne aus betrachtet:

  • Mein = Merkur
  • Vater = Venus
  • erklärt = Erde
  • mir = Mars
  • jeden = Jupiter
  • Sonntag = Saturn
  • unseren = Uranus
  • Nachthimmel = Neptun

Die richtige Reihenfolge lautet also:

Merkur – Venus – Erde – Mars – Jupiter – Saturn – Uranus – Neptun

Ein solcher Merksatz ist ein sogenanntes Akrostichon. Dabei helfen die Anfangsbuchstaben der Wörter, sich eine bestimmte Reihenfolge leichter einzuprägen.

Weitere Merksätze für die Planeten

Es gibt viele Varianten solcher Eselsbrücken. Besonders für Kinder können lustige oder leicht bildhafte Sätze hilfreich sein.

„Mama verliert eine Mütze. Jetzt sucht unser Nachbar.“

Oder:

„Mein Vogel erzählt mir jeden Samstag unsere Namen.“

Auch diese Merksätze folgen der Reihenfolge Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Wichtig ist nicht, welcher Satz am „richtigsten“ klingt, sondern welcher im Kopf hängen bleibt.

Merksatz mit Asteroidengürtel und Kuipergürtel

Wer sich nicht nur die Planeten, sondern auch weitere Bereiche des Sonnensystems merken möchte, kann eine längere Eselsbrücke verwenden:

„Mein Vater erklärt mir an jedem Sonntag unsere natürliche kosmische Ordnung.“

Das steht für:

Merkur – Venus – Erde – Mars – Asteroidengürtel – Jupiter – Saturn – Uranus – Neptun – Kuipergürtel – Oortsche Wolke

Der Asteroidengürtel liegt zwischen Mars und Jupiter. Der Kuipergürtel beginnt hinter der Neptunbahn und enthält viele eisige Kleinkörper. Auch Pluto befindet sich in dieser äußeren Region des Sonnensystems.

Warum fehlt Pluto im heutigen Merksatz?

Bis 2006 lautete ein sehr bekannter Merkspruch:

„Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten.“

Damals galt Pluto noch als neunter Planet. Im Jahr 2006 wurde Pluto jedoch neu eingeordnet und gilt seitdem als Zwergplanet. Deshalb enden die heutigen Merksätze meistens bei Neptun.

Pluto ist damit nicht verschwunden und auch nicht uninteressant geworden. Er gehört weiterhin zu den spannendsten Objekten am Rand unseres Sonnensystems. Für die klassische Reihenfolge der Planeten zählt er aber nicht mehr zu den acht Hauptplaneten.

Welche Planeten kann man selbst beobachten?

Besonders spannend wird die Reihenfolge der Planeten, wenn man einige von ihnen selbst am Himmel beobachtet. Mit bloßem Auge lassen sich Venus, Mars, Jupiter und Saturn oft gut erkennen. Sie sehen dann wie besonders helle „Sterne“ aus, stehen aber je nach Jahreszeit und Stellung an unterschiedlichen Orten am Himmel.

Mit einem Teleskop wird die Beobachtung deutlich interessanter. Jupiter zeigt seine vier hellsten Monde, Saturn seinen Ring, Mars kann bei günstiger Stellung als rötliches Scheibchen erscheinen und die Venus zeigt Phasen ähnlich wie der Mond.

Für die Planetenbeobachtung eignen sich viele Einsteiger-Teleskope. Besonders wichtig sind eine stabile Montierung, ausreichend Brennweite und ein ruhiges Bild. Eine Übersicht findest du hier: Teleskop-Empfehlungen für Einsteiger.

Dobson oder Spiegelteleskop für Planeten?

Viele Einsteiger fragen sich, ob sich ein Dobson-Teleskop oder ein anderes Spiegelteleskop für Planeten lohnt. Grundsätzlich ja: Ein Dobson bietet oft viel Öffnung fürs Geld und ist einfach zu bedienen. Damit lassen sich Mond, Jupiter, Saturn und viele weitere Objekte gut beobachten.

Auch klassische Newton-Spiegelteleskope sind beliebte Allrounder. Sie sammeln viel Licht und eignen sich nicht nur für Planeten, sondern auch für Sternhaufen, Nebel und erste Deep-Sky-Beobachtungen.

Mehr dazu findest du hier:

Planeten als Einstieg in die Astronomie

Die Planeten sind für viele Menschen der erste echte Zugang zur Astronomie. Sie sind hell, vergleichsweise leicht zu finden und verändern ihre Position am Himmel. Wer einmal Saturn mit eigenen Augen durch ein Teleskop gesehen hat, versteht schnell, warum dieses Hobby so faszinierend ist.

Gerade für Kinder sind Planeten ein guter Einstieg: Erst wird die Reihenfolge mit einem Merksatz gelernt, später entdeckt man Jupiter, Saturn oder Mars am echten Himmel. So wird aus einem Schulsatz plötzlich ein eigenes Beobachtungserlebnis.

Kurz zusammengefasst

  • Die Reihenfolge der acht Planeten lautet: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun.
  • Ein guter Merksatz ist: „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.“
  • Pluto gilt seit 2006 nicht mehr als Planet, sondern als Zwergplanet.
  • Venus, Mars, Jupiter und Saturn lassen sich oft schon mit bloßem Auge erkennen.
  • Mit einem Teleskop werden besonders Jupiter, Saturn, Mars und Venus zu spannenden Beobachtungszielen.