Die Erde dreht sich am Äquator mit etwa 1.670 Kilometern pro Stunde um ihre eigene Achse. In Deutschland ist die Geschwindigkeit geringer und liegt grob bei etwa 1.000 bis 1.150 Kilometern pro Stunde. An den Polen ist die Drehgeschwindigkeit der Oberfläche praktisch null.
Die Erde dreht sich von Westen nach Osten. Deshalb gehen für uns Sonne, Mond und Sterne scheinbar im Osten auf und im Westen unter. Zusätzlich bewegt sich die Erde mit rund 107.000 Kilometern pro Stunde auf ihrer Bahn um die Sonne.
Wie lange braucht die Erde für eine Drehung?
Die Erde braucht für eine vollständige Drehung um ihre eigene Achse etwa 23 Stunden, 56 Minuten und 4 Sekunden. Das nennt man einen siderischen Tag.
Ein normaler Sonnentag dauert dagegen ungefähr 24 Stunden. Das ist die Zeit von einem Sonnenhöchststand bis zum nächsten.
Der kleine Unterschied entsteht, weil die Erde sich während ihrer Drehung auch auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne weiterbewegt. Sie muss sich deshalb ein kleines Stück weiter drehen, bis die Sonne wieder an derselben Stelle am Himmel steht.
Wie schnell dreht sich die Erde am Äquator?
Am Äquator ist die Drehgeschwindigkeit der Erdoberfläche am größten. Dort legt ein Punkt auf der Erdoberfläche in knapp 24 Stunden einmal den gesamten Erdumfang zurück.
Der Erdumfang am Äquator beträgt rund 40.075 Kilometer. Daraus ergibt sich eine Geschwindigkeit von ungefähr 1.670 Kilometern pro Stunde.
Das ist schneller als ein Passagierflugzeug. Trotzdem merken wir diese Bewegung nicht direkt, weil wir uns zusammen mit der Erde, der Atmosphäre und allem um uns herum gleichmäßig mitbewegen.
Wie schnell dreht sich die Erde in Deutschland?
Die Drehgeschwindigkeit hängt vom Breitengrad ab. Je weiter man sich vom Äquator in Richtung Nordpol oder Südpol entfernt, desto kleiner wird der Kreis, den ein Ort bei einer Erdumdrehung zurücklegt.
Deutschland liegt ungefähr zwischen 47 und 55 Grad nördlicher Breite. Deshalb ist die Geschwindigkeit hier geringer als am Äquator.
Grob kann man sagen: In Deutschland bewegt sich die Erdoberfläche durch die Erdrotation mit etwa 1.000 bis 1.150 Kilometern pro Stunde.
Warum ist die Erde an den Polen langsamer?
An den Polen dreht sich die Erde zwar ebenfalls um ihre Achse, aber ein Punkt direkt am Pol legt dabei keinen großen Kreis zurück.
Am Äquator ist der Weg bei einer Umdrehung maximal. An den Polen dreht man sich gewissermaßen nur auf der Stelle.
Deshalb ist die Bahngeschwindigkeit der Erdoberfläche durch die Rotation an den Polen praktisch null.
In welche Richtung dreht sich die Erde?
Die Erde dreht sich von Westen nach Osten. Betrachtet man sie von oberhalb des Nordpols, dreht sie sich gegen den Uhrzeigersinn.
Diese Drehrichtung erklärt, warum die Sonne scheinbar im Osten aufgeht und im Westen untergeht.
Mehr dazu findest du im Artikel In welche Richtung dreht sich die Erde?.
Warum spüren wir die Erdrotation nicht?
Wir spüren die Drehung der Erde nicht, weil wir uns gemeinsam mit der Erde bewegen. Auch die Atmosphäre dreht sich größtenteils mit.
Entscheidend ist außerdem: Die Bewegung ist sehr gleichmäßig. Gleichmäßige Bewegung spürt man kaum. Spürbar werden vor allem Beschleunigungen, Bremsen oder Richtungsänderungen.
Ähnlich ist es in einem ruhig fahrenden Zug oder Flugzeug: Solange die Bewegung gleichmäßig ist, fühlt sie sich nicht wie hohe Geschwindigkeit an.
Wie schnell bewegt sich die Erde um die Sonne?
Neben ihrer eigenen Drehung bewegt sich die Erde auch auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne.
Dabei erreicht sie eine Geschwindigkeit von rund 29,8 Kilometern pro Sekunde. Das entspricht ungefähr 107.000 Kilometern pro Stunde.
Für einen vollständigen Umlauf um die Sonne braucht die Erde etwa ein Jahr. Mehr dazu findest du im Artikel Wie lang braucht die Erde um die Sonne?.
Dreht sich die Erde immer gleich schnell?
Die Erdrotation ist sehr gleichmäßig, aber nicht vollkommen konstant. Sie wird durch verschiedene Einflüsse minimal verändert.
Dazu gehören unter anderem Gezeitenkräfte von Mond und Sonne, Bewegungen im Erdinneren, Veränderungen der Atmosphäre und die Verteilung von Wasser und Eis auf der Erde.
Diese Unterschiede sind für den Alltag winzig. Für präzise Zeitmessung und Astronomie sind sie jedoch wichtig.
Was hat die Erdrotation mit Tag und Nacht zu tun?
Tag und Nacht entstehen durch die Drehung der Erde. Immer die Seite der Erde, die gerade zur Sonne zeigt, erlebt Tag. Die abgewandte Seite liegt im Dunkeln und erlebt Nacht.
Da die Erde sich ständig weiterdreht, wechseln Tag und Nacht regelmäßig.
Die Jahreszeiten entstehen dagegen nicht durch die tägliche Drehung, sondern durch die Neigung der Erdachse und den Umlauf der Erde um die Sonne.
Häufige Fragen zur Erdrotation
Wie schnell dreht sich die Erde?
Am Äquator dreht sich die Erdoberfläche mit etwa 1.670 Kilometern pro Stunde. In Deutschland sind es grob 1.000 bis 1.150 Kilometer pro Stunde.
Wie lange dauert eine Erdumdrehung?
Eine vollständige Drehung gegenüber den Sternen dauert etwa 23 Stunden, 56 Minuten und 4 Sekunden. Ein Sonnentag dauert ungefähr 24 Stunden.
Warum merken wir nicht, dass sich die Erde dreht?
Wir bewegen uns zusammen mit der Erde und ihrer Atmosphäre. Da die Bewegung sehr gleichmäßig ist, spüren wir sie nicht direkt.
Dreht sich die Erde überall gleich schnell?
Nein. Am Äquator ist die Geschwindigkeit am größten. Zu den Polen hin wird sie immer kleiner.
Wie schnell fliegt die Erde um die Sonne?
Die Erde bewegt sich mit rund 107.000 Kilometern pro Stunde um die Sonne.
Kurz zusammengefasst
- Die Erde dreht sich in etwa 23 Stunden, 56 Minuten und 4 Sekunden einmal um ihre Achse.
- Am Äquator beträgt die Drehgeschwindigkeit etwa 1.670 Kilometer pro Stunde.
- In Deutschland liegt sie grob bei 1.000 bis 1.150 Kilometern pro Stunde.
- An den Polen ist die Bahngeschwindigkeit durch die Erdrotation praktisch null.
- Die Erde dreht sich von Westen nach Osten.
- Zusätzlich bewegt sich die Erde mit etwa 107.000 Kilometern pro Stunde um die Sonne.
